#4: "De nich will dieken, mutt wieken!" Küsten- und Katastrophenschutz in den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen
Shownotes
Sturmfluten, die Mandränke, der Blanke Hans und „Land unter“ – die Westküste lebt seit Jahrhunderten mit der Kraft des Meeres. Doch wie gut sind Nordfriesland und Dithmarschen heute auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet? Die Landräte Florian Lorenzen und Thorben Schütt sprechen über steigende Meeresspiegel, Binnenlandentwässerung und die milliardenschweren Investitionen, die notwendig sind, um Menschen, Landwirtschaft und Infrastruktur langfristig zu schützen. Außerdem geht es um den Katastrophenschutz: Wie bereiten sich die Kreise auf Sturmfluten, Starkregen, Blackouts oder andere Krisen vor? Welche Rolle spielen Feuerwehren, THW und das Ehrenamt? Eine spannende Folge über Sicherheit, Vorsorge und die gemeinsame Verantwortung, die Westküste auch für kommende Generationen zu schützen.
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00:00:00: Und ich will das auch noch einmal wirklich hervorheben.
00:00:02: Ohne Ehrenamt geht es in dieser Republik nicht!
00:00:05: Wir leben in einem tollen Land, wir leben in den beiden schönsten Kreisen Deutschlands...
00:00:12: Zwei Landräte?
00:00:14: Ein Podcast zwischen Deich und Dünen Der Podcast mit Florian Lorenzen und Thorben Schütt.
00:00:21: Herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Zwischen Deich & Dünen dem Podcast mit den Landräten aus Dittmarschen und Nordfriesland.
00:00:30: Brücken bauen in diesem Podcast-Format.
00:00:32: Wir wollen darüber sprechen, wie die Kreise zusammenarbeiten aber auch ein oder zwei Unterschiede herausarbeiten und dieser Folge soll es darum gehen, wie diese Kreise die Küsten schützen unsere schöne Heimat, unsere schönen Regionen schützen.
00:00:46: Was es gibt an Katastrophenschutzmaßnahmen und so weiter... Und darüber sprechen wir jetzt hier in Räussen-Köge direkt in einem Kog direkt vor der Nordsee-Küste.
00:00:57: und ich sage moin Torben und moin Florian!
00:01:00: Moin Tore!
00:01:01: Moins
00:01:03: zusammen!
00:01:04: Küstenschutz ist ein Thema, mit dem nicht nur ihr zwar euch beschäftigt sondern auch eure Vorgänger und die Vorgänger und deren Vorgänge.
00:01:12: Und wahrscheinlich auch irgendwann eure Nachfolgerinnen und Nachfolge.
00:01:15: Küsteschutz ist elementar für die Region.
00:01:18: warum eigentlich?
00:01:20: Ich glaube das ist historisch bedingt also wenn man sich unsere Geschichte anschaut in den Kreisen, aber ich kann vor allen Dingen für Nordfriesland sprechen.
00:01:31: Wir haben immer wieder ganz schwere Sturmflutereignisse gehabt die die Landschaft hier auch massiv geprägt haben.
00:01:38: Die erste und zweite große Mann-Tränke, die hier die Landsschaft komplett verändert haben.
00:01:44: viele Bereiche die besiedelt waren sind in den Fluten untergegangen und hier hat man ganz früh gelernt wenn das nicht geschehen soll dann müssen Deiche gebaut werden.
00:01:56: Da kommt auch der Ausspruch her, wenn ich will wiegen demutigen.
00:02:01: Damals ist das ja alles noch aus der Region von den Höfen organisiert gewesen und man hat selber zum Spaten gegriffen.
00:02:10: diese Zeiten sind natürlich längst vorbei.
00:02:12: wir leben hinter Landesschutzdeichen aber es ist ein Thema was uns massiv beschäftigt Auch immer noch, auch wenn die Landesschutzteil hier jetzt in der Zuständigkeit eben des Landes sind und nicht mehr der Regionen.
00:02:29: Und zunehmend kommt das Thema Meerespiegelanstieg, Klimawandel, veränderte Niederschlagsmengen und auch zeitlich verteilt auf und zu was auch die Binnenlandentwässerung betrifft – und das sind ganz große Themen, die uns mit unseren Kommunen beschäftigen.
00:02:50: Welche Maßnahmen zum Küstenschutz gibt es denn, Thorben?
00:02:53: Bis auf den angesprochenen Deich.
00:02:55: Also erstmal muss man ja festhalten tatsächlich dass die Deiche unser Hauptbäuwerk gegen den blanken Hand sind.
00:03:03: für den Christit-Marsch ist das so, dass ungefähr die Hälfte des Kreises tatsächlich unter Wasser stünde wenn die Deicher nicht wären und von daher kann ich mich dem nur anschließen dass die Bedeutung der Deiche gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann für unsere Region hier in der Westküste.
00:03:20: Und deshalb ist es ja auch so, dass die Landräte ja auch sehr regelmäßig an den Deichschaun teilnehmen, die ja zweimal jährlich veranstaltet werden zusammen mit dem LKN und den Deichenläuferinnen und Deichläufern aber auch mit den Deicher- und Hapsilverbänden also mit der Wasserwirtschaft.
00:03:37: Da sieht man eben schon, dass wir da Hand in Hand an diesem Thema arbeiten.
00:03:42: Und ein wichtiger Aspekt ist, dass wir uns eben vorbereiten auf diesen Meeresspiegelanstieg der eben auch gerade schon erwähnt wurde.
00:03:51: Auch insbesondere mit Hilfe von Klimadeichen hier in Nordfriesland gibt es schon weite Teile die damit ausgerüst sind und auch in Dittmarschen haben wir schon große Bauprojekte umgesetzt jetzt zuletzt auch in Friedrichskog.
00:04:03: das ist wirklich sehr gut geworden weil das auch gemeinsam mit der Gemeinde erfolgte.
00:04:08: Und ein anderer wichtiger Punkt in dem Zusammenhang ist aber auch tatsächlich, und du fragtest ja sozusagen ob da hier die einzigen Mittel- und Maßnahmen des Küstenschutzes sind.
00:04:17: Das ist nicht so.
00:04:19: Es gibt ja auch Schöpferke.
00:04:20: also wir haben einmal das Wasser von außen, aber wir haben auch das Wasser vom Innen.
00:04:24: Und das ist ein ganz wichtiger Aspekt auch gerade bei stark regen Ereignissen, wo dann möglicherweise diese Eregnisse dann noch auf eine Sturmflug treffen.
00:04:34: Da steht das Wasser sozusagen am Deich von außen und eben am DeICH auch von innen.
00:04:39: Und da haben wir eben auch ne ganz wichtige Infrastruktur die ja auch an der einen oder anderen Stelle modernisiert werden muss weil sie in die Jahre gekommen ist.
00:04:48: Insbesondere in den Siebzigern sind viele Schöpferke entstanden Und insofern ist das auch ein ganz wichtiger Aspekt, den man vielleicht manchmal gar nicht so fort auf dem Schirm hat wenn man über das Thema Küstenschutz denkt.
00:05:01: Und ja, wir haben ja aber eben unsere großen Erfahrungen auch insbesondere jetzt zuletzt zweiundsechzig und auch sechsen-siebzig gemacht.
00:05:07: Und Sechsen siebzig kann ich auch noch einmal hinzufügen.
00:05:11: Das ist ja ganz interessant, dass es ja auch noch viele gibt in der Region die diese Sturmfluten erlebt haben.
00:05:16: also Es gibt einmal diese großen historischen Sturm Fluten wo wirklich große Teile auch von Land entrissen wurden das das eine.
00:05:23: Aber es gibt eben auch Sturm fluten oder auch andere Katastrophen Die viele Nordfriesen und Nordfrisen und Dittmarscher auch erlebt haben, die sozusagen unser gemeinsames kollektives Gedächtnis auch noch prägen.
00:05:37: Und von denen wir immer noch heute auch lernen müssen und auch lernen
00:05:41: können.".
00:05:42: Du hast diese Klimadeiche angesprochen Florian.
00:05:44: was ist eigentlich ein Klimadeich?
00:05:46: Und wie unterscheidet sich dieser von einem normalen
00:05:48: Deich?
00:05:50: Im Kern ist der Klimadeisch bedeutend breiter und auch schon höher als Die Deiche, die wir nach den großen Sturmfluten, die Torben eben angesprochen hat hier eine Westküste gebaut bekommen haben.
00:06:06: Und vor allen Dingen hat der Klimadeich noch eine Möglichkeit und zwar oben eine Kappe aufzusetzen um nochmal einen weiteren Meter an Schutzniveau zu generieren und quasi zu reagieren auf den Klimawandel.
00:06:22: Also es werden jetzt schon die Grundlagen geschaffen, wenn der Meeresspiegel-Anstieg noch weitergehen sollte.
00:06:28: Dass dann die Kappe obendrauf gesetzt werden kann und diese Baumaßnahme ist dann eine sehr kleine im Vergleich zur Herstellung des großen Klima-Deiches Und das ist ja zukunftsgerichtet gedacht.
00:06:41: Wie gut sind unsere Küsten denn?
00:06:43: in Dittmarchen und in Nordfriesland stand jetz Juno zwanzigundzwanzig geschützt?
00:06:48: Und wie viel Luft ist da noch nach oben Brotwörterlich.
00:06:52: Also Luft nach oben ist immer, das merken wir auch.
00:06:57: auf den Deich schauen und Torben hat es gerade eben angesprochen... Was
00:07:00: ist das eigentlich?
00:07:00: Eine Deichschau!
00:07:03: wird organisiert von der zuständigen Behörde, dem LKN.
00:07:07: Und dort gehen die örtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgemeister, die unteren Katastrophenschutzbehörde.
00:07:14: Wir sind eingeladen – die Deichgänger, die Deichen- und Siegelverbände alle die Deichebschnitte entlang und schauen ob die Deicher jetzt entschuldige den Ausdruck, wer fähig sind.
00:07:26: Also ob die Deiche großen Stromfluten widerstehen können oder bis Ausbesserungsmaßnahmen bedarf, die umgesetzt werden müssen.
00:07:34: Riesen Feind in Anführungsstrichen wenn wir schon dieser Begrifflichkeit jetzt angekommen sind, sind Maulwürfe Wühl, Mäuse
00:07:44: etc.,
00:07:46: die eben die Wehrhaftigkeit der Deiche einschränken können und dann werden Maßnahmen besprochen um die Weherftigkeit wieder herzustellen.
00:07:55: Die Grasnabe wieder zu vervollständigen damit die Deiche eben auch über einen langen Zeitraum hohes Wasser abhalten können nicht durchweicht werden können und gegebenenfalls im Burstcase brechen könnten.
00:08:09: Und das ist auch ein ganz wichtiger Aspekt, dass man da einmal auch das Wissen von vor Ort anzappt.
00:08:14: Weil die Menschen, die am Deich leben, die kennen ihren Deich.
00:08:19: Die sind im Zweifelsfall täglich auf ihrem Deich und kennen die Löcher, die von den Schädlingen gebuddelt werden ... Dazu kommen ja jetzt auch mittlerweile auch Nutrier und auch Ratten.
00:08:30: Also man glaubt es nicht, was Ratten für Löcher bohren können.
00:08:34: aber wir haben insbesondere in Dittmarschen auch ein Problem mit Nutrier.
00:08:37: Und diese invasive Art die eigentlich nicht heimisch ist hier in Europa ursprünglich mal aus Asien kommt und dann über die Niederlande Niedersachsen eben sich hier heimische machend und dann eben auch an der Westküste ankommt die sorgt eben dafür, dass Löcher gebuddelt werden unter Straßen angreben und eben auch in der Nähe von Deichen.
00:09:00: Und das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass wir einmal sozusagen die notwendigen Deichwerke insgesamt haben.
00:09:07: Aber dass wir sie auch vor solchen Gefahren schützen.
00:09:09: und daran arbeiten wir.
00:09:11: und dann wird auch so zusammen bei einer Deichschau auch mal diskutiert.
00:09:14: Dann ist da eine Vertreterin oder ein Vertretern des Landes vor Ort.
00:09:18: Und dann wird eben dieses Wissen was vor Ort vorhanden ist genutzt um gemeinsam Verbesserung der Deiche zu diskutieren.
00:09:27: Und ein ganz wichtiger Punkt in unseren beiden Regionen, in der Kommunikation auch zum Land ist immer wieder aufzuzeigen dass nicht nachgelassen werden darf.
00:09:39: Wir haben viele Deichabschnitte die jetzt kontinuierlich zum Klima-Deich umgebaut werden müssen und das land hat nur eine begrenzte Möglichkeit was im Jahr geschehen kann regelmäßig an die verantwortlichen, dass hier nicht nachgelassen werden darf.
00:09:59: Ein ganz wichtiger Punkt war auch als das Jahrhunderthochwasser an der Ostsee war dort ist man ja dann auch eingestiegen mehr im Deichbau und im Küstenschutz zu machen, dass das nicht zulasten der Westküste erfolgen darf sondern nur zusätzlich sein kann weil wir hier eben auch ganz viel an Bedrohungslage haben.
00:10:19: und neben den Deichen gibt es noch Ein zweites Küstenschutz, Bauwerk was in unserer Region auch sehr wichtig ist und das sind die sogenannten Warften vor allen Dingen anzutreffen auf unseren Halligen.
00:10:33: Also hohe Erderhebungen, die dann bei Land unter, was wir bei den Halligen ja regelmäßig haben dafür sorgen dass die Bewohnerinnen und Bewohner auch bei Land Unter- und Sturmflut trockene Füße behalten und die sind auch auf einem Niveau, dass kontinuierlich jetzt hier investiert werden muss um höher zu kommen.
00:10:54: Um auf den Meeresspiegel-Anstieg zu reagieren.
00:10:57: Und hier gibt es Modellprojekte auf all unseren Halligen aber die müssen jetzt kontinually auch voran getrieben werden weil es eben viele Warften gibt und unsere Halligen da geht's nicht nur um den Schutz auf der Hallig selber Sondern die Halligen haben auch einen ganz wichtigen, hört sich jetzt unglücklich an, aber Bollwerk-Effekt fürs Festland.
00:11:23: Sie bremsen die Fluten und... Die
00:11:26: erste Front!
00:11:26: Ja wenn wir in diesen Begrifflichkeiten, indem wir uns seit zehn Minuten bewegen bleiben wollen, du hast mich jetzt animiert dazu das zu bestätigen was du gesagt hast Nein, aber das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:11:42: Unsere Halligen sind auch Kulturlandschaft seit Jahrhunderten geprägt und hier muss auch eine Menge passieren und die Investitionen, die hier getätigt werden, sind sehr hoch wenn man es Runterbricht eigentlich für sehr wenig Menschen, wenn man eben diesen zweiten Effekt nicht im Blick hat dass die Halligen auch aktiver Küstenschutz fürs Festland sind.
00:12:02: Und hier sind wir auch im engen Schulterschluss mit unseren Gemeinden auf den Halligen und das kontinuierlich im zuständigen Ministerium im Mekun auch zu platzieren, dass hier nicht nachgelassen werden darf und die Warften jetzt kontinually weiterentwickelt werden, höher gesetzt werden und ein weiterer Punkt auf den Hallygen ist, glaube ich für uns alle tendenziell unvorstellbar.
00:12:27: Sie haben ja noch mal zusätzlich Schutzräume auf den Warften also die Gebäude werden mit tiefen Fehlens versehen und in der ersten Etage gibt es dann einen Schutzraum, der wenn das Haus rundherum vielleicht von dem Fluten dann doch weggetragen werden sollte, immer noch bleibt und die Menschen schützt.
00:12:48: Und das haben wir in den großen Sturmfluten.
00:12:51: Torben hat sie eben angesprochen auch gebraucht und dadurch haben die Menschen auf den Halligen überlebt.
00:12:57: und hier muss kontinuierlich eben auch investiert werden.
00:13:01: Ja, und ein ganz interessanter Aspekt ist ja auch dass wir uns mit unseren Deichen und auch mit anderen Küstenschutzinfrastrukturen in einem sensiblen Bereich befinden.
00:13:12: Unsere Küste grenzt hier an den Nationalpark Wattenmeer an Ein Weltnaturerbe, ein sensibler Bereich der auch besonders geschützt ist.
00:13:26: Und das ist auch noch mal ein wichtiger Aspekt, dass das ja immer ein Ausgleich zu bringen ist.
00:13:31: aber natürlich aus Sicht der Kreise muss immer im Vordergrund stehen, dass der Küstenschutz an allerster erster Stelle sichergestellt ist.
00:13:39: Das ist das Wichtigste für uns und die Menschen.
00:13:43: Wir leben gerne mit Der Natur und der Nationalpark Unser Wattenmeer ist wirklich ein herausragender Lebensraum für ganz viele Arten.
00:13:56: Und auch touristisch sehr wertvoll!
00:13:58: Und gleichzeitig bringt er eben aber auch Herausforderungen mit sich.
00:14:02: So, und da ist es aus meiner, aus unserer Sicht ein gutes Konstrukt, das gewählt wurde, dass sozusagen die Nationalparkverwaltung in demselben Haus in der selben Behörde sitzt
00:14:13: wie
00:14:14: für den Küstenschutz zuständige Abteilung.
00:14:16: Das heißt innerhalb einer Behörden muss man sich dann abstimmen, wie wird jetzt die nächste Baumaßnahme umgesetzt?
00:14:23: Also nicht ob sondern wie!
00:14:27: mich dann auch viel zu beachten und sicherlich ist es da auch so, da muss man auf bestimmte Aspekte besonders achten.
00:14:34: Aber innerhalb einer Behörde glaube ich, ist es eben einfacher das umzusetzen als wenn das jetzt voneinander getrennt wäre.
00:14:40: Das ist ein gutes, ein kluges Konstrukt und es stellt aus unserer Sicht auch sicher dass der Küstenschutz die Bedeutung bekommt... die der Küstenschutz auch braucht.
00:14:53: Also insofern sind wir da, glaube ich, insgesamt wirklich gut aufgestellt.
00:14:56: also man kann sagen unsere Küsten sind sicher und das ist ja auch eine wichtige Nachricht an die Bevölkerung Wir wollen immer besser werden und wir wollen uns hier auch auf die nächsten zwanzig dreißig vierzig Jahre vorbereiten Und da sind dann die Klimadeiche auch notwendig und deswegen wird da ja auch Stück für Stück nachgerüstet.
00:15:13: Und wie sieht's aus mit der Binnenlandentwässerung?
00:15:15: Wenn wir davon ausgehen, Sturmflut plus Starkregen über mehrere Stunden.
00:15:19: Dann kann es hier sehr schnell sehr nass werden.
00:15:22: Wie sieht das derzeit aus in zwei sechsundzwanzig und welche Maßnahmen sind geplant oder werden auch schon nach und nach umgesetzt damit es gewährleistet ist dass das Wasser da sich ja staut Auch wieder weg fließen können?
00:15:34: Also ich glaube im Kern haben wir hier kein Erkenntnisproblem.
00:15:39: Wir wissen Das durch den Klimawandel durch veränderte Niederschlagsreignisse hier Veränderungen herbeigeführt werden müssen, um die Entwässerung auch sicherzustellen.
00:15:50: Aber trotzdem.
00:15:51: durch das Energiewende- und Klimaanpassungsgesetz des Landes werden wir jetzt auch verpflichtet, Klimaanpassungsstrategien zu entwickeln.
00:16:01: Das machen wir auch.
00:16:02: Wir werden dafür mit einer kleinen Förderung versehen.
00:16:06: im Kern kann ich heute schon sagen was dabei rauskommen wird.
00:16:10: Es wird dabei rauskommen und da stellen wir uns im Kreis Nordfriestand auch sehr intensiv darauf ein, zusammen mit den Verbänden vor Ort die es umsetzen.
00:16:19: Wir werden Gräben breiter machen, um mehr Mengen an Niederschlag speichern zu können.
00:16:25: Wir werde wieder vermehrt dazu übergehen, Reditionsflächen also Überschwemmungsflächen vorzuhalten wo im Fall der Fälle dann auch im Vorwickel geklärt ist.
00:16:36: hier können Binnendeiche öffnen, um größere Flächen dann zu überfluten und damit den Druck auf die anderen Binneneiche zu reduzieren.
00:16:47: Das einmal quasi im Vorfeld schon bedenken.
00:16:51: Und wir werden miteinander einsteigen müssen in eine andere Art der Entwässerung – wir werden mehr pumpen müssen!
00:17:02: In der Vergangenheit ist es überwiegend so geprägt gewesen.
00:17:06: Es gibt Sieltore, die werden geöffnet bei Niedrigwasser und dann kann das ganze Wasser was vom Hinterland kommt in die Nordsee entwässert werden.
00:17:17: Wenn jetzt aber der Meeresspiegel-Anstieg immer weiter voranschreitet, wenn wir auch nur leichte Sturmflutereignisse haben dann ist diese Option nicht mehr vorhanden weil die Tore dann nicht geöffnet werden können.
00:17:31: Das heißt in diesen Fällen muss mehr gepumpt werden und das fordert große Investitionen in Technik Die getätigt werden müssen, die Schöpfirke sind teilweise auch in die Jahre gekommen und hier wird jetzt einiges auf uns zukommen was wir gemeinsam angehen müssen.
00:17:50: Und hier sind wir im Austausch mit den Verbänden und einige Maßnahmen haben sie doch schon angeschoben worden.
00:17:56: Hier werden aber nicht nachlassen dürfen damit eben auch in der Zukunft sichergestellt ist dass wir sowohl von der Nordsee her keine kalten Füße kriegen als auch nicht vom Hinterland.
00:18:07: Und das sind große Investitionen, die auf uns alle zukommen.
00:18:10: Und haben die Kreise genug finanzielle Mittel um diese Investition zu stemmen?
00:18:15: Also insbesondere sind da ja bei dem Thema Abschöpfen von Wasser auch die Deichon-Habsi-Verbände zuständig.
00:18:23: also die Wasservirtschaft hat dort eigene Zuständigkeiten und das wird dann umgelegt die Investition in die Flächeneigentümerinnen und Eigentümern.
00:18:33: Aber
00:18:34: alleine werden die das nicht hinbekommen.
00:18:35: Das muss man schon so deutlich sagen, weil ... Wir haben da eine ganze Generation an insbesondere Schöpferken, die jetzt ausgetauscht werden müssen.
00:18:43: Also ich denke da in Dittmarstein ist es besonders an Wunschbüttel Süd aber auch an den Speicherkuch.
00:18:48: und wenn man dann tatsächlich mal in diesen Gebäuden ist, sieht man noch Technik, da kann man noch ne Tiskette reinpacken also in die Computer oder...
00:18:57: Da warst du noch nicht aber
00:18:58: wer?
00:18:58: Ja genau für die jüngeren
00:19:00: Hörerinnen und Hörern.
00:19:01: Keine Alters-Discriminierung mehr!
00:19:02: Ne Tiskette ist die Vorvorgängerin von USB Sticks.
00:19:08: Also da merkt man schon...
00:19:10: Habt ihr nicht gerade einen bei uns geklaut?
00:19:12: Ja genau, also nur für...
00:19:14: Diesen Social Media.
00:19:15: Genau!
00:19:15: Für Ninja-Aktion.
00:19:16: Da benutzt man noch USB Sticks aber ansonsten ist das... Da merkt mal schon die Technik ist wirklich teilweise sehr, sehr alt Und da ist ein großer Investitionsstau und die Schöpfwerke haben aber eben diese immense Bedeutung, die gerade eben hervorgehoben wurde.
00:19:31: Also insofern gibt es da auch einen Zuschuss vom Land, der reicht nicht aus und insoferen werden wir da weiter daran festhalten dass die Unterstützung mehr werden muss und wir werden an dieses Schöpfwerke herangehen und wir müssen sie auch modernisieren.
00:19:48: Es gibt aber noch eine weitere Finanzierungsmöglichkeit Aber für das, was ich eben angesprochen habe bei den Retentionsflächen.
00:19:59: Wir haben – das haben wir in der vergangenen Folge des Podcastes thematisiert – ja die Energiewende.
00:20:06: Mit der Energiewände gehen große Eingriffe in die Natur einher und diese Eingriffe werden ausgeglichen mit Ausgleichsgeldern, Ersatzgeld um dann wieder Maßnahmen zu schaffen, die der Natur zugutekommen.
00:20:22: Und hier kann man, und wir versuchen das im Kreis Nordfriestland auch klug Ersatzmaßnahmen für die Eingriffe in die Natur.
00:20:30: Also um den Naturhaushalt aufzuwerten In Verbindungen bringen Auch mit Retinationsflächen über Schwärmungsflächen Flächen.
00:20:38: Also man kann den Bereich aufwerten und gleichzeitig die Rahmenbedingungen schaffen im Fall der Fälle, dass man diese Flächen, die man dafür aufwertet dann auch nutzen kann bei stark regen Ereignissen um den Druck zu minimieren und das Wasser dort hinzuleiten.
00:20:55: Und das entwickeln wir mit unseren Deichon-Siehlverbänden.
00:20:59: erste Maßnahmen haben wir da schon in der Umsetzung so dass man zwei Light tun kann.
00:21:05: Binnenhochwasserschutz in Verbindung bringen mit wertvollen Maßnahmen für die Natur und das versuchen wir im Kreisgebiet voranzubringen.
00:21:14: Wenn ein Deich beispielsweise bricht, dann hat der Küstenschutz versagt, dann setzt in meiner Wahrnehmung der Katastrophenschutz ein!
00:21:23: Oder?
00:21:23: Dann spricht man von einer Katastrophe.
00:21:25: Dafür wird jetzt in Nordfriesland aktiv für Geworben, auch in ganz Schlesi-Holstein.
00:21:30: Was tun bei einer Katadrofe?
00:21:31: wie
00:21:32: bzw.,
00:21:32: wie sich darauf vorbereiten?
00:21:35: Inwiefern arbeiten da die Kreise auch aktiv zusammen für den Fall der Fälle?
00:21:41: Also wenn der Deichbruch dann theoretisch eintritt...
00:21:46: Was da
00:21:47: ja nicht wird?
00:21:48: In der Praxis, deswegen bleiben wir im theoretischen, ist es so, dass wir da auch eng zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen.
00:21:56: Das steht an allererster Stelle.
00:21:59: Es ist nicht zu erwarten, dass etwas an der ganzen Küste passiert, sondern wenn dann eine solche Katastrophe eintritt, dann ist es erst mal gut, als Kreise gemeinsam ... an Seite, an Seite dann auch solche Katastrophen bekämpfen.
00:22:18: In Dittmarschen ist es so, wir beüben das ja auch regelmäßig.
00:22:22: Zuletzt hatte ich eine Übung wo tatsächlich eine Sturmflut dann auch große Schäden in einer solchen Übung an der Westküste verursacht hat und mich als Landrat des Kreises Nordfriesland in der Rolle dann an den Kollegen in Dittmaschen wendete und um Hilfe bat.
00:22:40: Andersrum ist das eben genauso!
00:22:42: Das ist das eine... Und es ist ja auch so, dass wir als Kreise an der Westküste katastrophen sind uns nicht fremd.
00:22:49: Wir haben jetzt die beiden Sturmfluten in dem letzten Jahrhundert genannt.
00:22:53: Wir hatten die Schneekatastrophe.
00:22:54: In Dittmarchen ist das so... ...wir haben noch weitere potentielle Gefahrenherde,... ...wir haben einen Chemiepark in Brunsbüttel,... ...wir hatten ein laufendes Atomkraftwerk,... ..wir haben eine Raffinerie in Hemmingstedt also gefahren.
00:23:07: Damit kennen wir uns aus und gleichzeitig bereiten wir uns intensiv mit unseren Katastrophenschutzeinheiten vor.
00:23:14: Und da sind ganz, ganz viele engagierte Menschen in den unterschiedlichen Einheiten versammelt.
00:23:19: In Dittmarischen sind es sechshundert die sich dort engagieren ehrenamtlich neben oftmals dem Ehrenamt in der Feuerwehr oder in der Gemeindevertretung oder auch der Wehrdienst, der dann noch absolviert wird.
00:23:33: also das sind ganz oft Menschen die sich vielfach für unsere Gesellschaft einsetzen Und ich glaube schon, dass wir aber auch auf diese Menschen bauen können wenn dann tatsächlich mal der Fall der Fälle eintritt.
00:23:45: Vielleicht Tore um das Bild was du eben gezeichnet hast noch ein bisschen abzurunden.
00:23:51: die Kreise als andere Katastrophenschutzbehörden würden nicht erst in Spiel kommen wenn der theoretische Fall da ist, dass ein Deich bricht sondern wie sind viel früher mit dabei?
00:24:03: also wir haben unsere Stäbe Und im Kreis Nordfriesland haben wir auch nicht nur den großen Stab für den gesamten Kreis, sondern gerade bei... Sturmflut, Szenarien auf unseren Inseln oder Halligen.
00:24:17: Dort können wir keine zusätzlichen Kräfte hinschicken in so einem Szenario sondern da kommt es vor allen Dingen darauf an dass man vor Ort die Maßnahmen dann auch schnell und effektiv beschließt.
00:24:29: also wir sind viel früher da haben die Lage dann im Blick zusammen mit dem LKN und dem Innenministerium.
00:24:39: Auf diese Szenarien sind wir vorbereitet.
00:24:41: Wenn Deiche zu durchweichen drohen, dann würden wir schnell und effektiv zusammen mit den vielen Ehrenamtlichen die Torben gerade eben angesprochen hat, dann auch Evakuierungsmaßnahmen im Worst Case durchführen um die Menschen zu schützen vor dem Wasser.
00:24:59: Also wir kommen nicht erst, wenn der Deich gebrochen ist.
00:25:02: Sondern wie sind viel früher dabei um das Szenario dann auch zu begleiten und frühzeitig dann Hilfe nachzufordern?
00:25:12: Und dass es genau wie Thorben es eben gesagt hat Nicht nur von den Nachbarkreisen, dass wir uns mit unseren Kräften unterstützen sondern... ...nicht nur das Land Steffi Wolstein, sondern auch darüber hinaus arbeitet eng zusammen.
00:25:24: Und an der Regel ist es so ein bisschen vereinfacht dargestellt, wenn an der Nordsee einen Hochwasser-Szenario ist, es ist nicht gleichzeitig an der Ostsee.
00:25:33: Und die Kräfte von der Ostse kommen dann zu uns umzuhelfen oder wie beim Ostsee hochwasser geschehen, dann unterstützen Nordfriesland und Gittmarschen eben in Schleswig-Flensburg und Flensburg mit ihren Kräften.
00:25:44: so helfen wir uns aus und sind dann auch bestmöglich für die Bevölkerung da, um sie zu schützen.
00:25:51: Es geht ja darum, wie du schon sagtest, bereit zu sein für den Fall der Fälle.
00:25:55: Und das dafür wirbt ihr auch, dass die Menschen, die Bevölkerung bereits sind für den fall der Felle.
00:26:04: In Nordfriesland gibt es ganz konkret die Kampagne.
00:26:06: Nordfriessland sei bereit, stell dich darauf ein für denfall der fälle.
00:26:10: was heißt das ganz konkret?
00:26:11: und wie können sich einen mensch in nordfriesland in ditmarschen auf so etwas vorbereiten?
00:26:16: Was sollte er Zuhause gemacht haben oder auch gebunkert haben?
00:26:21: Mann, was haben wir für Ausdrücke heute?
00:26:23: Ja.
00:26:24: Also die Kampagne Nordfriesland sei bereit vor allen Dingen das Ziel zu sensibilisieren sich vorzubereiten.
00:26:33: also keiner von uns muss sich fürchten es geht darum sich vorzubereiten.
00:26:38: Es ist nicht so dass ihr irgendetwas wisst was wir nicht wissen.
00:26:41: Darüber dürfen mich jetzt nicht sprechen.
00:26:43: Nein!
00:26:44: Es geht darum zu sensibilisieren weil ich glaube das kann sich jeder sofort ausmalen als Staat mit unseren ehrenamtlichen Kräften, die uns im Katastrophenschutz unterstützen können.
00:26:59: Im Fall von einem langen anhaltenden Stromausfall oder anderen Szenarien nicht sofort bei allen Menschen hier in der Region sein.
00:27:07: Also über hundertsiebzig tausend Nordfriesen plus sehr viele Gäste, die regelmäßig gerne gesinn sind bei uns.
00:27:15: Die können wir nicht alle vom Tag eins an versorgen und darum haben uns überlegt, diese Sensibilisierung Kampagne zu machen.
00:27:22: Nordfriesland sei bereit, häst Ahlens parat.
00:27:26: es geht darum zu sensibilisieren Zuhause eben sich die ersten zwei, fünf vielleicht sogar sieben Tage selber versorgen zu können dafür Lebensmittel dazu haben.
00:27:38: Zu wissen wo man sich informiert wie es weitergeht wenn Stromausfall ist.
00:27:42: Dafür eben auch die flächendeckenden Notfall-Infopunkte und das haben wir im letzten Jahr im September zusammen mit unseren Gemeinden gestartet Und ich kann mich an keine Kampagne vom Kreis Nr.
00:27:56: Friesland erinnern so verfangen hat, wo wir so viele positive Rückmeldungen gekriegt haben.
00:28:02: So viele Nachfragen und vor allen Dingen eben im Schulterschluss mit unseren Gemeinden und Städten.
00:28:09: Das werden wir jetzt nach und nach fortführen.
00:28:11: Jedes Jahr kommt ein neuer Bestandteil dazu, im letzten Jahr war es auch noch eine Hauswurf-Sendung mit einem Flyer wo man alle wesentlichen Informationen hat und auch die QR-Codes um weitere Informationen aktualisiert zu bekommen.
00:28:24: Und in diesem Jahr werden wir auch wieder was machen.
00:28:27: Was das kann ich noch nicht verraten?
00:28:28: Das ist noch top secret um dabei zu bleiben was wir eben angeschnitten haben aber Wir möchten hier kontinuierlich am Ball bleiben um Im Fall der Fälle die Einsatzkräfte eben fokussiert einsetzen zu können bei den Menschen, die sich eben nicht selber helfen können.
00:28:45: Dass wir unsere Hilfe dann auf die vulnerablen Gruppen fokusiert erbringen können und dann erst nach und nach mit der Versorgung der Bevölkerung starten
00:28:55: müssen.".
00:28:56: In ganz Schleswig-Holstein gibt es ja eine ähnliche Kampagne.
00:28:59: Komm klar!
00:29:00: SH zieht Dittmarschen irgendwann nach zum Bevölkerungsschutz, zur Vorbereitung.
00:29:10: Also der Kreis Dittmar schon beteiligt sich an der Landeskampagne und die Landeskampa ist auch sehr wichtig weil tatsächlich ist es ja so dass wir kein Geheimnis wissen haben.
00:29:24: also da können wir schon mal ein waren aber auch nur teilweise weil das offene Wissen was wir alle haben reicht ja vollkommen aus um zu sehen dass mit Nichten so ist dass wir in einer gefahrlosen Welt leben.
00:29:37: Das ist nicht der Fall.
00:29:38: Und wir müssen uns darauf einstellen, dass die Welt vielleicht sogar noch gefährlicher wird als sie es bis jetzt
00:29:43: ist.".
00:29:44: So und das sage ich nicht um Panik zu schüren aber es ist eben schon wichtig, dass wir alle unseren Beitrag dazu leisten, dass we resilient sind als Gesellschaft die notwendige Vorsorge auch getroffen ist.
00:30:00: Und dazu gehört eben, zu Hause ausreichend Lebensmittel und Wasser zu haben.
00:30:04: Dazu gehört aber auch einmal darüber nachzudenken ... Ich hab zwar eine PV-Anlage auf dem Dach und ein Batteriespeicher, aber bin ich z.B.
00:30:11: schwarz pfeilfähig?
00:30:11: Das ist nicht immer automatisch der Fall!
00:30:15: Was bitte?
00:30:15: Schwarz?
00:30:16: Schwarzfallfähig.
00:30:17: Was ist das bitte?
00:30:18: Wenn tatsächlich mal ein Stromausfall droht, das sind ja eigentlich so die Szenarien an die wir insbesondere denken.
00:30:24: Wir haben das in Berlin gesehen aber wir hatten jetzt in der letzten Woche auch oder vor Kurzem einen Schwarzwald in Baden-Württemberg und dann brennt auf einmal eine Umspannanlage oder eben ein Teil einer solchen Umspannenanlage und das ist irgendwie alles merkwürdig.
00:30:40: Dann weiß man nicht genau wer das war, aber es ist eben passiert.
00:30:45: so ein Szenario nicht zu großflächigen Schäden oder Schadenseintritten führt, muss man eben bei sich selber anfangen und gucken dass man auch für so einen Moment vorbereitet ist.
00:30:57: Und wenn man dann denkt ich habe ja eine Pifonlage auf dem Dach, ich bin eigentlich Selbstversorger, dann ist das eben automatisch nichts so sondern da muss man gucken, dass man die richtige Anlage dafür hat und dann kann man so einem Moment dann auch gut überstehen.
00:31:11: Aber da muss man eben vorher einmal drüber nachdenken.
00:31:14: Und das gilt ja nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für Unternehmen.
00:31:18: Das gilt auch für Pflegeheime.
00:31:20: Das geht auch für die Krankenhäuser.
00:31:22: Bei den Krankenhäusern kann ich sagen passiert ist es natürlich schon passiert, dass man darüber nachdenkt ... Das gilt also für die Behörden.
00:31:28: Es gilt auch for die Fragestellungen wie werden dann zum Beispiel Einsatzfahrzeuge in einem solchen Fall wiederum versorgt mit Benzin?
00:31:36: Da werden dann Verträge abgeschlossen auch mit Tankstellenbetreibern, aber eben auch dafür haben wir ja eine Refinerie und das muss man eben alles im Vorhinein bedenken.
00:31:47: Und dazu leistet die Kampagne hier in Nordfriesland, aber insbesondere auch die vom Kreis Tittmarsch unterstützte Kampagnen des Landes kommt klar SH ein Beitrag.
00:31:56: Und ein anderer wichtiger Aspekt ist eben auch, dass wir die notwendigen Investitionen auch tätigen wenn wir sie noch tätigen können.
00:32:04: Also ich möchte das mal plastisch machen.
00:32:05: bei uns im Kreis Dittmarschen waren wir jetzt im Moment unser neues Zentrum für Feuerwehrwesen und Bevölkerungsschutz.
00:32:12: Fünfzig Millionen Euro investiert der Kreis in Zeiten in denen die Kreise eigentlich kein Geld haben indem wir sparen müssen, indem wir konsolidieren müssen Und neben den ganzen engagierten Menschen, die sich im Bereich des Katastrophenschutzes engagieren brauchen sie eben auch die notwendige Ausrüstung.
00:32:30: Das betreiben wir als Kreise gemeinsam mit unserer Kreispolitik, die ja unser Haushaltsgesetzgeber in Anführungsstrichen ist.
00:32:36: also das sind diejenigen, die kreisters Abgeordneten, die dann darüber bestimmen was angeschafft werden darf und was nicht.
00:32:43: Da wird viel Geld investiert in Fahrzeuge, in Infrastruktur damit wir eben auch handlungsfähig sind sowohl bei der Sturmflut als auch im Fall eines möglichen Stromausfalls.
00:32:56: Abschließend, wie aufgeschmissen wären eigentlich die Kreise ohne Ehrenamt in Sachen Katastrophenschutz?
00:33:04: Unfassbar aufgeschmiessen – ich glaube unsere Gesellschaft generell ohne ehrenamtliches Engagement.
00:33:13: aber es gibt ja Einen ganz wichtigen Punkt, Torben hat vorhin aufgezählt auf welche Personen wir bauen im Bevölkerungsschutz.
00:33:23: Die beim THW in der Feuerwehr, beim DHK, Maltesern und Johannitern engagiert sind.
00:33:31: aber ein Punkt ist mir da besonders wichtig sie sind teilweise mehrfach engagiert Und das Land Steffi Holstein hat das erkannt, einen sogenannten Illigkeitserlass der jetzt rausgegeben wird um zu ermitteln wer eigentlich mehrfach tätig ist und dann in einem Krisen-Szenario eben nicht gleichzeitig bei der Landespolizei oder Feuerwehr dem THW sein kann.
00:33:58: Das ist ganz wichtig.
00:33:59: Warum spreche ich das an?
00:34:00: Wir möchten offensiv dazu aufrufen im Bevölkerungsschutz mitzuwirken, das auch Bestandteil unserer Kampagne gewesen.
00:34:09: Weil man muss hier keine Berührungsängste haben und braucht auch keine Vorkenntnisse.
00:34:13: also jeder von uns der es nicht bereits macht kann sich an die unteren Katastrophenschutzbehörden verwenden und wir vermitteln dann weiter wo auch keine Vorkenntnisse, man braucht bloß diese kleine Prise Mut sich zu trauen und zu fragen, ob auch ich gebraucht werde.
00:34:32: Und die Antwort kann ich schon einmal vorweg geben?
00:34:35: Ja!
00:34:36: Sie werden gebrauchten und wir möchten dafür auch werben dass auch ein elementarer Bestandteil gewesen des Bevölkerungsschutztages der jetzt im Kreis Nordfriesland stattgefunden hat.
00:34:49: Wir haben versucht den erfolgreichen Tag des Bevölkerungsschutzes des Kreises Ditmarschen im letzten Jahr, also es war der Landestag.
00:34:57: Aber es ist dem Ditmarshen durchgeführt worden eben auch aufzugreifen haben das am siebenundzwanzigsten sechsten gemacht zusammen mit dem tagdorfenden tür und dort konnte man sehen also da sind die Einsatzkräfte gewesen die sich präsentiert haben dort ist geworben worden für ehrenamtliches mitmachen.
00:35:16: ganz viel wertschätzung ist da den einsatzkräften mitgegeben worden.
00:35:20: und vor allen Dingen wir alle haben uns bemüht einfach mal Danke zu sagen, dass ehrenamtlich sich eingebracht wird und aufzurufen doch selber auch sich mit einzubringen.
00:35:32: Weil jeder von uns kann so viel machen und so einen wertvollen Beitrag leisten wenn er sie sich engagiert.
00:35:41: und für alle die vielleicht nicht am siebenundzwanzigsten sechsten da waren jetzt aber diesen Podcast hören wenden Sie sich vertrauensvoll an den Katastrophenschutz, die unteren Katastrofenschutzbehörde des Kreises Stittmarschen aber auch an uns.
00:35:55: Wir können gerne im Untertitel nachher nochmal die Kontaktdaten einblenden.
00:35:59: wir zählen auf sie und haben Sie bitte keine Bührungsängste.
00:36:03: das sind total tolle Teams, die dort zusammenarbeiten.
00:36:08: jeder kann dort mitmachen und wir freuen uns auf sie.
00:36:11: Ich glaube Ängste zum Abschlusskomment jetzt brauchen wir nicht haben, weil die Kreise sind vorbereitet.
00:36:18: Es ist bekannt was eintreten könnte.
00:36:20: es gibt entsprechende Schutzmaßnahmen.
00:36:22: aber Thorben ich möchte dir das letzte Wort jetzt geben müssen wir Angst haben dass irgendwas passiert und die Kreisen nicht vorbereitet darauf sind.
00:36:31: nein wir brauchen keine Angst haben auf einen Szenario auf das wir nicht vorbereitete sein könnten.
00:36:36: im Gegenteil wir bereiten uns wirklich sehr gewissenhaft vor mit all denjenigen, die sich engagieren.
00:36:43: Mit allen Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen, den Mitgliedern der Katastrophenschutzeinheiten, der Hilfsorganisationen aber auch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgemeistern.
00:36:55: Und ich will das auch noch einmal wirklich hervorheben.
00:36:57: Ohne Ehrenamt geht es in dieser Republik nicht!
00:37:00: Wir leben in einem tollen Land, wir leben in den beiden schönsten Kreisen Deutschlands, einer Region, in der wir füreinander da sein sollten und auch da sind.
00:37:15: Und ich sehe das wenn ich durch meinen Kreis tagtäglich reise und dort mit vielen Menschen spreche.
00:37:22: es gibt ganz viel Engagement, ganz viel Herzblut was die Menschen in ihre Region investieren und gleichzeitig brauchen wir das auch.
00:37:30: also es wird nicht ohne die vielen helfenden Hände gehen Und deswegen kann ich an dieser Stelle auch nur noch einmal wirklich unterstreichen, wie wichtig das Ehrenamt für uns alle ist.
00:37:41: Jeder und jede wird gebraucht.
00:37:42: es gibt ganz viele Möglichkeiten sich zu engagieren und in einem solchen Gemeinwesen kommt es eben auf alle an.
00:37:50: und ich glaube wenn wir das sozusagen auch aus diesem Podcast mitnehmen dann haben wir hier beide als Landräte für die Kreise Nordfriesland und Dittmarschen viel erreicht
00:38:00: Und ich habe auch viel getan, ich hab euch entsprechend gefragt.
00:38:02: Also schön dass wir das gemacht haben und dafür werben konnten.
00:38:05: Einerseits fürs Ehrenamt aber auch darüber mal sprechen konnten was getan wird für den Fall der Fälle?
00:38:10: Für den Küstenschutz?
00:38:11: Weil ich kann als Bürger eines angesprochenen Kreises sprechen Ich bekomme da nicht viel von mit.
00:38:18: Aber es ist super gut zu wissen und auch beruhigen, dass darüber nachgedacht wird, das nicht nur nachgedachte wird sondern auch was aktiv getan wird.
00:38:25: Und das obwohl wie ich raushöre die Kassen leer sind wir trotzdem entsprechend investiert und vorgesorgt.
00:38:31: also ich sage erneut vielen Dank An euch zwei, vielen Dank an Florian Lorenzen.
00:38:35: Vielen Dank an Thorben Schütt.
00:38:37: Das war Zwischen Deich und Dünnen der Podcast mit den beiden Landräten aus Nordfriesistan und Detmarschen.
00:38:42: Vielen dank fürs Zuhören!
00:38:43: Vielen dank für's Zuschauen und wir freuen uns auf die nächste Ausgabe Ende des Jahres oder in .
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