#3: Wenn de Wind sik dreiht: Northvolt & Erneuerbare:
Shownotes
Northvolt hat die Region bewegt wie kaum ein anderes Projekt der vergangenen Jahre. Doch wie ist der aktuelle Stand, welche Lehren wurden gezogen und welche Zukunft hat das Gelände? Darüber sprechen die Landräte Florian Lorenzen (Nordfriesland) und Thorben Schütt (Dithmarschen) offen und differenziert. Außerdem geht es um die Rolle der Westküste als Motor der Energiewende: Windkraft, Solarparks, Biogas, Wasserstoff, Netzausbau und die Frage, wie aus grünem Strom künftig noch mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region entstehen können. Warum gehören Nordfriesland und Dithmarschen heute zu den finanzstärksten Kreisen Schleswig-Holsteins? Und welche Chancen bietet die Energieküste für Unternehmen, Kommunen und die Menschen vor Ort? Eine spannende Folge über Herausforderungen, Zusammenarbeit und die Zukunft der Westküste.
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:02: Zwei Landräte, ein Podcast zwischen Deich
00:00:05: und
00:00:06: Dünen.
00:00:07: Der Podcast mit Florian Lorenzen und Thorben Schütt.
00:00:11: Warum die Windenergieanlagen bei uns in Nordfriesland wohl etwas arrondierter zusammenstehen als beispielsweise ... Was bedeutet arrondierte?
00:00:20: Arrondirter!
00:00:21: Zusammen ...
00:00:22: Ich hab zwar studiert, aber das Wort kenn ich trotzdem nicht.
00:00:27: Okay, ich versuche mich einfacher auszudrücken.
00:00:30: Danke
00:00:31: für die Rücksicht.
00:00:33: Und damit herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe.
00:00:36: Zu einer Ausgaben in Zwei-Tausend, sechsundzwanzig zu Zwischendeich und Dünen.
00:00:39: das Podcast-Format mit zwei Landräten!
00:00:43: Und zwar den Landräden aus Nordfriesland und Dittmarschen heute hier wieder anlesen Florian Lorenzen natürlich Torben Schütt natürlich und wir sitzen... ...in Nord Friesland.
00:00:52: Wir sitzen in Reuszen Köge, dort wo die Energiewende passiert.
00:00:57: Wo die Erneuerbaren wirklich vor der Haustür sind und darüber wollen wir auch heute sprechen.
00:01:01: Wir wollen über erneuerbare Energien sprechen und wir wollen über ein Thema sprechen das Nordfriesland und dass primär Dittmarschen bewegt, bewegt hat und noch bewegen wird.
00:01:11: Das ist das Thema Northvolt und damit wollen wir einsteigen.
00:01:15: aber erst einmal schönen guten Morgen in die Runde!
00:01:17: Einen wunderschönen Guten Morgentor!
00:01:20: Moin zusammen!
00:01:21: Und Torben mit dir möchte ich starten Moin Torben, Northvolt.
00:01:25: Als wir zwei vor zwei Jahren das letzte Mal in einem Podcast zusammen waren, da fing das gerade an mit dir als Landrat voller Euphorie, voller Hoffnung, volle Wandel, volla Change zum Thema Northvolt.
00:01:38: Das hat die Region bewegt und motiviert eine Euphorie ausgelöst.
00:01:44: Wie sieht es jetzt?
00:01:44: Zwei Jahre später in Dittmarschenaus?
00:01:47: Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, dass wir uns vor zwei Jahren das erste Mal getroffen haben.
00:01:51: Das war mein erster Tag als Landrat und wir haben das Kreishaus aufgeschlossen.
00:01:56: Und tatsächlich war es ja zu dem Zeitpunkt so, wir lagen ein halbes Jahr nach den Gemeindebeschlüssen in Nordarwörnden und Louis-Rickelshof der Startschuss mit Bundeskanzler Scholz gegeben.
00:02:08: Robert Habeck war noch Wirtschaftsminister.
00:02:11: Wir erwähnten uns ja sozusagen in einer Zeit, in der wir die Zukunftstechnologien nach an die Westküste von Schleswig-Holstein bringen.
00:02:19: Und ich glaube, wir können uns immer noch in einerzeit wählen wo wir die zukunftstechnologien an die schleswig holsteinische westküsten bringen auch unabhängig von Batterien und auch von Norsevolt und von Leiten.
00:02:33: aber gleichzeitig muss man natürlich erstmal konstatieren Die Stimmung hat sich seitdem leider nicht verbessert, sondern sie hatte ein ganz großes Tief insbesondere mit den Nachrichten die uns dann ja so stückweise erreicht haben.
00:02:47: Also das war immer eine Nachricht nach der anderen keine finale Nachricht dass das mit Northwood nichts wird und irgendwann tatsächlich die Insolvenz.
00:02:58: Und wie.
00:03:00: als Region sind weiterhin bereit, auch diesen Weg in eine wirtschaftliche Entwicklung mit Hilfe der Erneuerbaren Energien zu gehen.
00:03:09: Und gleichzeitig ist es eben so, dass das auch was mit uns gemacht hat.
00:03:13: Das hat auch etwas mit den Menschen gemacht, dass wir so ne große Idee hatten gemeinsam mit dem Land und dem Bund, ne große Chance gesehen haben die sich jetzt zumindest mit Norsefold nicht verwirklichen lässt sondern im Gegenteil Insolvent gegangen ist.
00:03:30: für etwas, also für das können wir ja an der Westküste nicht und gleichzeitig sind wir davon betroffen.
00:03:37: Und auch jetzt die Diskussion, die sich da angeschlossen haben, haben jetzt nicht die Stimmung verbessert und gleichzeitig versuchen wir schon alles jetzt auch gemeinsam mit dem Land natürlich dass diese Fläche, die da vor den Toren Heides liegt dann auch eine Entwicklung erfährt damit wir möglichst viele Arbeitsplätze auch entstehen lassen.
00:03:58: Das ist jetzt sozusagen der Fahrt, den wir gehen und die Euphorie von damals, die ist jetzt im Moment nicht mehr da.
00:04:04: Und vielleicht ist es auch so dass sie nie wieder in dem Rahmen zurückkommt aber... Wir sollten schon noch mal daran festhalten, dass die Grundbedingungen, die ursprünglich für die Entscheidung gesorgt haben.
00:04:15: Dass Norsevoll sich ansiedeln wollte, gute Rahmenbedingung über Heide an der ganzen Westküste hinweg sind immer noch da und damit eben auch die Chance, dass wir uns gutwirtschaftliche wickeln
00:04:26: können.".
00:04:26: Ich meine es war ja auch ein Erfolg das sich die Region um Heide durchgesetzt hat gegen zum Beispiel die Vereinigten Staaten.
00:04:32: man hat sich für Heide als Standort entschieden.
00:04:36: Die Aufführung ist jetzt nicht mehr so gegeben, der Realismus ist eingekehrt.
00:04:40: Wenn du in die Zukunft blickst – Du hast gerade auch schon den Begriff Leiten erwähnt – kannst du uns da mal abholen wie es da gerade stand und wie kann man hoffnungsvolle in die zukunft blicken?
00:04:49: Auch im Bezug auf Leiten!
00:04:51: Ja also erstmal glaube ich auch in diesen Zeiten in Deutschland.
00:04:55: Es ist auch wichtig dass wir alle gemeinsam eine gewisse Grundzuversicht behalten.
00:05:00: das ist ja auch unabhängig von Norsewold vielleicht im Moment an der einen oder anderen Stelle nicht so einfach und gleichzeitig wird es immer weiter gehen in diesem Land.
00:05:09: Und in diesem land stecken ganz viele Chancen, und in Dittmarchen nur noch Friesland und in der Westküste schließt sich heutzscheins umso mehr Und ich sprach ja gerade eben schon davon, also damals haben wir uns durchgesetzt tatsächlich wie du ihm sagtest gegen großen Wettbewerb international und da haben mehrere Faktoren eine Rolle gespielt.
00:05:27: Auch Geld auch Geld vom Land und vom Bund aber eben auch die Geschichte und die Grundvoraussetzung der Region das sind ne gute infrastrukturelle Anbindung einer Region die auch will.
00:05:39: Also das ist ja auch nicht selbstverständlich dass wir insbesondere mit Gemeinden zusammenarbeiten die auch entsprechende Beschlüsse fassen und gefasst haben, wenn auch knapp.
00:05:48: Aber sie wurden eben gefasst und eben dieser Punkt erneuerbare Energien so.
00:05:53: Und jetzt sprechen wir mit einem potenziellen neuen Investor das ist Leiten.
00:05:59: Leiten den Cook der CEO aus Kalifornien hat uns besucht also die Region Und im Moment werden die Gespräche durch das Land und den Bund über die KfW auch mit Leiten geführt.
00:06:12: In dem Sinne, dass Leiten vorhat eine Batteriezellenproduktion zu errichten.
00:06:19: Das ist uns als Region ganz wichtig, dass es auf Batteriezällen hinausläuft wenn es möglicherweise begleitet wird von anderen Projekten beispielsweise auch von Rechenzentren.
00:06:29: Das is ja ein Thema was auch die Westküste betrifft Und was ich so höre, ist dass die Gespräche vertrauensvoll und gut laufen.
00:06:38: Das ist ja schon mal ein wichtiges Zeichen für uns.
00:06:41: Sie sind noch nicht abgeschlossen aber ich bin zuversichtlich das wir da gute Nachrichten erhalten und gleichzeitig sind sie natürlich auch geprägt von der Erfahrung, die wir jetzt hatten.
00:06:50: Ja wenn man dir zuhört hört man einen vorsichtigen zurückhaltenden Optimismus heraus den du halten musst definitiv.
00:06:56: Aber es hat auch Spuren hinterlassen Sicherlich.
00:06:59: Dieses Podcast-Format ist dafür da, darüber zu sprechen was die beiden Landkreise Nordfriesland und Dittmar schon gemeinsam gemacht haben, gemeinsam machen.
00:07:06: Deswegen die Northwold-Frage.
00:07:07: einmal an dich Florian.
00:07:09: inwiefern betrifft das den Landkreis Nordfriestland?
00:07:11: Was da um Nordwold herum passiert ist weil auch Nordfriezlern hat sich darauf eingestellt, hat partizipieren wollen, hat mitgearbeitet dass Nordwald ansiedeln kann.
00:07:20: Nimm uns mal bitte mit in deine Gedanken.
00:07:22: Zu aller Vorderst hat alles um die Ansiedlung von Nordwolt unsere Nord Friesland inspiriert und ich würde sagen auch ein Schritt nach vorne gebracht.
00:07:32: Wir haben die Erfahrungen, Heide, mit der Entwicklungsagentur Region Heide gemacht hat versucht bei uns zu übertragen und haben dadurch überhaupt erst die Ersteßungsgesellschaft Nordfriesland gegründet um eben auch das zu machen was bei unseren Nachbarn so erfolgreich war.
00:07:50: Und zwar Flächen vorzuhalten sie entwickelt zu haben und nicht erst wenn jemand anfragt der sich ansiedeln möchte dann zu handeln, sondern diesen Schritt vorzumachen um schneller zu sein.
00:08:03: Und das ist etwas was wir auf jeden Fall jetzt nachhalten wollen.
00:08:07: Die Gesellschaft ist gegründet hat mit ihrer Arbeit begonnen.
00:08:10: Wir haben Anfragen hier in Nordfriesland die wir umsetzen wollen nicht in dem riesigen Maßstab wie es in Dittmarchen bei Norsebold gewesen ist Aber dass ist etwas Was wir auf Jeden fall mitgenommen haben und versuchen Es Jetzt auch weiter in die Umsetzung Zu Bekommen.
00:08:26: Natürlich sind wir genauso betrübt wie die guten Freunde aus Dittmarschen.
00:08:33: Darüber, dass es jetzt mit Norsebold nicht geklappt hat und das es nicht so schnell in die Umsetzung gekommen ist für uns alle, dass er oft hätten.
00:08:41: Das macht auch was mit uns aber ich habe die Rückkupplung bei uns in die kommunale Familie in unseren Kreistag gesucht und wir sind trotzdem nach wie vor davon überzeugt Das, was wir jetzt als Weg für uns begonnen haben zu beschreiten.
00:08:54: Diesen Weg möchten wir weitergehen.
00:08:56: Wir möchten Flächen vorhalten und wir möchten uns als Region der Transformation in Deutschland und auch darüber hinaus platzieren.
00:09:05: Und hier gibt es unglaublich viele Chancen.
00:09:09: Und darum – wir haben eine ganze Menge aus Ditmarschen mitgenommen – versuchen das auf uns zu übertragen.
00:09:15: Neben der kleinen Ernüchterung, dass es jetzt nicht sofort geschafft hat sehen wir vor allen Dingen die Chancen, die auf uns zukommen werden und dazu vielleicht gleich mehr.
00:09:24: Ich möchte da zu einer Sache hinzufügen oder beziehungsweise verstärken das was Florian gerade sagt.
00:09:29: er sprach davon, dass er auch mit seiner kommunalen Familie in seinem Kreisdach spricht.
00:09:33: Das ist ja auch bei uns so, dass wir alle einen sehr engen Draht zueinander pflegen.
00:09:38: Und ich möchte noch einmal auch unterstützen, dass Wir auch trotz dieser Herausforderungen die ihr jetzt Ditmarschen betreffen aber Wirtschaftlich gibt es ja auch noch andere Herausforderungen in dieser Bundesrepublik, dass wir uns diesen Willen eben uns nach vorne zu entwickeln nicht nehmen lassen.
00:09:53: Und das will ich wirklich unterstreichen.
00:09:55: also Wir brauchen auch weiterhin den Willen und auch die Zuversicht und auch um die Möglichkeiten dass wir eine gewisse wirtschaftliche Perspektive auch uns erarbeiten und uns jetzt nicht davon abschrecken lassen und sagen, naja es klappt alles nicht.
00:10:13: Wir machen hier gar nichts weil das kann für dieses Land nicht gut sein und in dem Sinne dürfen wir uns eben auch nicht entmutigen lassen.
00:10:20: Wir müssen natürlich die richtigen Lehren ziehen aber gleichzeitig eben weiterhin dafür kämpfen, dass wir wirtschaftlicher Entwicklung an der Westküste haben
00:10:29: Vorzeichen sprechen für unsere Region.
00:10:32: Für die beiden Kreise, die wir vertreten dürfen und genauso für ganz Schleswig-Holstein.
00:10:37: Schauen uns auch einmal die Schlagzeilen an, die wer Tag für Tag in den überregionalen Medien lesen können Handelskriege Kriege auf der Welt Und dann der Riesenimport KI.
00:10:49: Die Karten werden gerade komplett neu gemischt und eine der zentralen Rahmenbedingungen In diesem neuen Kartenhaus was jetzt erbaut wird ist nicht nur die Schnellebigkeit und der schnelle Wandel, sondern vor allen Dingen der Energiebedarf.
00:11:06: Was kann unsere Regionen vorweisen wie keine andere Region in Europa?
00:11:12: Das ist die erneuerbare Energieerzeugung.
00:11:14: Und das wird einen ganz starken Einfluss haben auf die Entwicklung hier in der Region.
00:11:19: Kurzum – die Karten werden neu gemischt!
00:11:22: Auch nicht mehr das, was jetzt entstehen wird.
00:11:24: Das, was wir aus der Vergangenheit kennen die klassische große Industrieansiedlung Gewerbeansiedlungen sondern Wirtschaft wird.
00:11:34: Ja, Volatila verändert sich und es ist auch nicht mehr ein zu eins die Wirtschaft, die wir vielleicht aus dem Süden Deutschlands kennen.
00:11:41: Die zukünftig Europa und die ganze Welt auch mitbringen wird.
00:11:46: Und ich glaube da haben wir unglaublich viele Rahmenbedingungen, die Wir mitbringen, die dann auch einzahlen können auf das was wir uns für unsere Region wünschen.
00:11:55: Einmal ganz kurz zum Thema KI ohne das jetzt heute aufzumachen.
00:11:59: Das würde den Podcast sprengen, aber wir alle wissen innerhalb von drei Monaten ist immer wieder ein neuer Entwicklungszyklus.
00:12:06: also wir haben jederzeit die Chance voll einzusteigen und damit unsere Region Deutschland Europa nach vorne zu entwickeln.
00:12:14: Und eine der Grundvoraussetzungen neben der Offenheit ist die Energie und die haben wir.
00:12:19: Gut du hast sprach so optimalen Bedingungen die hier vorherrschen Im Bereich der Erneuerbaren Energien in Nordfriesland, in Dittmarchen.
00:12:26: Welche Bedingungen herrschen denn hier vor?
00:12:29: Lass uns mal anfangen, leicht einsteigen in erneuerbare Energien.
00:12:31: Welcher herrscht denn hiervor?
00:12:33: Nordfrißland und Dittmarschen sind ja erst einmal Windpioniere.
00:12:36: also die Wiege der Windkraft liegt ja an der Westküste mit dem Mit der Grovian und aber auch mit den ersten Windparks, die hier eben an der Westküste auch entstanden sind.
00:12:49: Da waren wir früh dran.
00:12:51: Wir sitzen jetzt mitten in einer Gemeinde, die sozusagen einen eigenen Windpark, ein Bürgerwindpark entwickelt hat Und die beiden Kreise Dittmarschen und Nordfriesland tragen ja mit ihren jeweils über achthundert Windkraftanlagen zu fast sechzig Prozent der Windkraftleistung in Schleswig-Holstein bei.
00:13:10: Und Schlesjoholstein ist Vorreiter der Energiewende, also da merkt man schon, in welchen Skalen wir uns da befinden?
00:13:16: Wir sind ja auch noch nicht am Ende!
00:13:18: mehr Flächen ausgewiesen über das Land, wo Windkraftanlagen dann auch gebaut werden sollen mit sozusagen neuen Schwerpunkten.
00:13:28: Auch für Dittmarschen und für Nordfriesland sicherlich auch.
00:13:32: Und insofern sprechen die Zahlen da ja schon für sich.
00:13:36: Wo gibt es – wir wollen gleich weitere Quellen der erneuerbaren Energien nochmal definieren – aber einmal Thema Unterschiede zu den Kreisen wenn wir auf Windkraft-Anlagen blicken?
00:13:45: In Nordfriestern hat viele Wind Parks.
00:13:47: In Dittmarchen wirkt es vereinzelter, wie sind da die Unterschiede in den jeweiligen Kreisen was die Windkraftanlagen angeht?
00:13:54: Wie sieht's in Dittmarschenausbeginnend ja?
00:13:56: Also in Ditmarchen ist die Historie so dass Windkraft-Anlagen tatsächlich eher vereinzelt entstanden sind weil man nicht auf eine zentralisierte Planung gesetzt hat.
00:14:08: Stattdessen war es so, dass man insbesondere Einzelvorhaben beantragt und genehmigt bekommen hat.
00:14:14: Und das ist auch ganz interessant!
00:14:16: Ich hatte gerade mein oder von ein paar Wochen meinen ausscheidenden Bauverwaltungsdirektor bei mir und er hatte mir mal eine Akte mitgebracht wo tatsächlich so einen Antrag drin war Der damalige Landrat mit seinem Kreisverwaltungsdirektor sozusagen, man konnte dann nochmal nachvollziehen wie eigentlich darüber beraten wurde.
00:14:37: Wie gehen wir damit um?
00:14:39: Und in den Marschen hat man eben dann den Weg gewählt die Chance erkannt und eben insbesondere versucht auch Genehmigungen dort wo man es problemlos eben auch anerkennen konnte zu vollziehen.
00:14:53: Dadurch sind sozusagen viele einzelne Projekte bei uns entstanden und dadurch hatten wir eben nicht von Anfang an so eine zentralisierte Ordnung, sondern überall im Kreis verteilt.
00:15:04: Insbesondere in den Küken haben sich eben so Cluster gebildet.
00:15:08: Und in Nordfriesland?
00:15:09: Wurde das anders gehandhabt?
00:15:12: Florian warum?
00:15:13: Da wir einen gemeinsamen Podcast haben würde ich erstmal mit den Dingen starten wollen die uns verbinden.
00:15:17: Also ich glaube, wir haben in beiden Kreisen in den letzten Jahrzehnten ganz viel Pioniergeist gehabt.
00:15:25: Den Mut zu investieren, dem Mut auch... eine neue Technologie weiterzuentwickeln.
00:15:33: Und wenn man das jetzt heute kennt von den Start-ups, also eigentlich ist mit unglaublich viel Wakeneskapital gestartet worden um diese erneuerbaren Energien überhaupt erst zu etablieren auszuprobieren.
00:15:45: Also ganz viele intrinsische Motivation und natürlich auch die Motivations damit Geld zu verdienen was wir auch glaube ich gemeinsam haben in den Regionen Startpunkt relativ landwirtschaftsnah war, also die Landwirtschaft hatte die Flächen und haben damit begonnen Windparks zu errichten.
00:16:10: Und dann gab es relativ schnell die Entwicklung.
00:16:13: das man gesagt hat zumindestens hier in Nordfriesland dass vielleicht der erste Unterschied wir möchten die Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden bereit mitnehmen.
00:16:23: Das ist so die Geburtsstunde der Bürgerwindparks gewesen Und wenn wir hier mal rumschauen im Kreisgebiet, Wir haben zum allergrößten Teil echte Bürgerwindparks.
00:16:33: Wo alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde die selben Möglichkeiten hatten sich zu beteiligen.
00:16:39: Das zahlt natürlich ganz stark auf die Identifikationen aber auch auf die Akzeptanz der Energiewende ein.
00:16:47: Das ist hier sehr gut gelungen!
00:16:50: Ich weiß bis heute nicht warum dieser echte Bürgerwindpark Gedanke kein... bundesweiter Exportschlager geworden ist.
00:16:58: Also ich verstehe es nicht ganz, vereinzelt gibt es in anderen Kreisen auch Bürgerwindparks auch gerade in Dittmarschen.
00:17:06: aber so dieses das grundsätzlich ein neuer Windpark immer ein Bürgerwindpark sein soll.
00:17:13: Das ist leider relativ fokussiert auf Nordfriesland geblieben.
00:17:18: nun vielleicht zur Frage warum die Windenergieanlagen bei uns in Nordfriestland wohl etwas Arondierter zusammenstehen als beispielsweise... Was für ein
00:17:29: arondierte?
00:17:29: Arondirte.
00:17:31: Zusammen...
00:17:32: Ich hab's auch studiert, aber das Wort kenn ich trotzdem nicht!
00:17:37: Okay, ich versuche mich einfacher auszudrücken.
00:17:40: Danke für die Rücksicht!
00:17:42: Nein also warum die Windenergienlagen bei uns etwas zusammengefasster stehen als beispielsweise im Nachbarkreis Dittmarschen.
00:17:51: Das liegt glaube ich daran dass man sich hier in Nordfriesland sehr früh Gedanken gemacht hat, natürlich habe man auf der einen Seite die Chancen gesehen.
00:17:59: Aber auf der anderen Seite haben wir auch andere Interessen gehabt, die wir früh mit in die Abwägung hineingegeben haben.
00:18:05: Einmal das Landschaftsbild, der Vogelflug unsere Inseln und Halligen.
00:18:09: Und darum haben sich sehr frühzeitig bei uns vor allem was die Kreispolitik und die Kreiserwaltungen Gedanken gemacht, dass wir eine Windkraftplanung haben möchten.
00:18:19: Wo sollen Windparks entstehen können?
00:18:23: Und welche Gebiete sollten vornehmlich von der Windenergie-Nutzung freigehalten werden?
00:18:28: Das war in einer Phase wo es noch keine Landesplanung in dem Bereich gab sondern das wirklich vor Ort gesteuert werden konnte.
00:18:35: Und das haben wir angeschoben und das war damals wohl auch der Grund warum wir hier Plaster haben aber warum wir auch Bereiche haben, die von der Windenergie ausgenommen sind bisher.
00:18:47: Und das hat glaube ich sehr intensiv auf die Akzeptanz eingezahlt.
00:18:53: Die Kontra-Seite ist, dass es dadurch eben bei der Entwicklung, die die Windenergi genommen hat, eben auch Regionen gibt wo die WindEnergienutzung in dem Umfang nicht genutzt werden kann damit auch keine Finanzkraft und positive Einzahlungen auf die Energiewende erfolgen kann, aber dafür hat sich in den Bereichen der Tourismus exorbitant positiv entwickelt.
00:19:17: Eiderstedt sei hier genannt oder unsere vier nordpräsischen Inseln.
00:19:23: Neben Windkraft liegt auch vorhanden.
00:19:26: das ganze Jahr gibt es ja auch andere Möglichkeiten der Energieerzeugung, der erneuerbaren Energieerzeuge und der grünen Energieer Zeugen.
00:19:32: Das ist unter anderem die Möglichkeit über Sonnenstrahlenenergie zu gewinnen.
00:19:38: Solaranlagen Torben.
00:19:39: wie sieht's da in Dittmarschen aus?
00:19:41: Soll es auch in Richtung Solarparks gehen?
00:19:44: Wie priorisiert wird das Ganze gesehen?
00:19:48: also ich glaube wir müssen einmal noch mal kurz eben festhalten dass wir mit den Windkraftanlagen im Nordfriesland schon einen sehr, sehr großen Anteil an der Erzeugung erneuerbarer Energien in Deutschland und in Schleswig-Holstein haben.
00:20:03: Und man muss eben auch festhalten dass wir eine große Akzeptanz in beiden Kreisen haben und natürlich auch insbesondere die Gemeinden aber natürlich auch die Kreise davon profitieren das diese Windkraftanlagen stehen.
00:20:16: Und gleichzeitig – und das hat ja Florian gerade angesprochen – mit der Differenzierung zwischen der Entwicklung insbesondere touristisch auf der einen Seite und auf der anderen Seite, der Gemeinden die Windkraft haben.
00:20:29: Ist das Windkraftanlagen schon auch industrielle Anlagen?
00:20:33: Großanlagen sind die eben ein Landschaftsbild prägen und die damit eben auch unsere Landschaft in der Vergangenheit verändert haben.
00:20:42: Und deswegen ist es schon auch meine Auffassung dass das erstmal auch anerkannt werden muss.
00:20:46: auch vom Land und vom Bund bin ich jetzt grundsätzlich nicht der größte Verfechter, dass wir noch alles zusätzlich mit großflächigen PV-Anlagen ebenfalls zukleist.
00:21:03: Gleichzeitig wird auch PV in Zukunft eine große Rolle spielen.
00:21:07: Ich finde da den Weg des Bundes das zu versuchen zumindest auf eine gewisse Art und Weise zu konzentrieren an Bahnstrecken oder Autobahnen richtig.
00:21:15: Eine Planung gibt es daher ja nicht!
00:21:17: Und da finde ich muss man eben auch gucken, wie packt man das sozusagen?
00:21:22: Wie bringt man das in ein Gleichgewicht.
00:21:23: und dann möchte ich auch noch mit einer Forderung zum Thema Wind tatsächlich.
00:21:28: Wenn man gerade gehört, wie das so ein bisschen entstanden ist in den beiden Kreisen und wie lange wir da auch zurückblicken.
00:21:34: im Prinzip ja mehr als vierzig Jahre jetzt schon mittlerweile ist Windkraft an der Westküste zu Hause.
00:21:40: Und da gibt es eben manche Orte, in denen es besonders Zuhause ist.
00:21:44: ich möchte auch einen Ort nennen Kaiser Wilhelm Koch oder auch Bruns Bittl.
00:21:48: Die kennen das gar nicht ohne Windkraft.
00:21:50: Und die Gemeinde ist da voll drauf eingestellt, auch da gibt es viele, wenn nicht alle, die davon profitieren und daran beteiligt sind.
00:22:00: Das ist eben ein wichtiger Teil der Einnahmen, die dort erzielt werden so.
00:22:06: Die neue Planung Wind, die jetzt vom Land vorgesehen ist, schließt auch manche Gebiete aus wo wir bisher viel Windkraft haben wo die Infrastruktur steht und wo eine hohe Akzeptanz ist.
00:22:17: Und das, finde ich, ist ein Aspekt, den wir uns noch mal anschauen sollten.
00:22:21: Das ist auch unsere Forderung ans Land.
00:22:25: Dass insbesondere dort, wo die Wiege der Windkraft ist, dass auch in Zukunft dort Windkraft möglich sein muss.
00:22:30: Das wollen die Orte, das wollen die Menschen.
00:22:32: Und dass Repowering dann sozusagen das Neu errichten von Anlagen, alte Anlagen werden abgebaut, neue mit größerer Leistungen werden aufgebaut ... Wo Anlagen bisher stehen.
00:22:45: und tatsächlich ist es so, das ist nicht in jedem Fall im Moment möglich.
00:22:50: Und aus meiner Sicht brauchen da die Gemeinden auch die notwendige Freiheit dasselbe entscheiden zu können.
00:22:55: Das ist auch jetzt komme ich noch mal zur PV.
00:22:58: bei PV ist eben ja auch eine gemeindliche Entscheidung und ich finde grundsätzlich, dass die Gemeinde auch viel Freiheiten haben sollten weil In Deutschland scheitert es nicht daran, dass wir zu wenig Regelungen haben.
00:23:09: Das betrifft nicht nur die Windkraft, sondern das ist grundsätzlich so.
00:23:14: Da bin ich ein großer Fan davon, möglichst viel auch Subsidiarität und vor Ort Entscheidungen.
00:23:20: Natürlich geht mit Entscheidungsgewalt Verantwortung und möglicherweise Konflikte einher.
00:23:26: Aber eben auch sozusagen die Möglichkeit, vor Ort zu gestalten.
00:23:31: Und ich finde das ist ein wichtiger Aspekt der in unserer heutigen Zeit immer mehr Gewicht gewinnen
00:23:35: sollte.".
00:23:36: Was passiert denn derzeit mit dem grünen Strom, der über die diversen Möglichkeiten erzeugt wird?
00:23:42: Was passiert derzeit hier in der Region mit dem Strom?
00:23:45: oder wo fließt dieser besser
00:23:47: gesagt?"
00:23:47: Derzeit hin.
00:23:48: Und was als Anschlussfolge ist in eurer Vorstellung der Plan für die grüne Energie, die hier erzeugt wird?
00:23:55: Sollte die lieber hier bleiben oder auch weiterhin exportiert werden?
00:24:00: Natürlich unterstützen wir im Rahmen der Entwicklungshilfe auch den Süden Deutschlands.
00:24:06: Das
00:24:08: zeignet uns aus!
00:24:09: Ich möchte überhaupt nicht ausschließen dass wir zukünftig als Westküste einen ganz wesentlichen Beitrag der Energieversorgung Deutschlands leisten werden und dann auch in Baden-Württemberg oder Bayern die Industriewerke mit erneuerbaren Strom von der Küste versorgen werden.
00:24:28: Aber vordringliches Ziel, das ist ja das was über Northwold erreicht werden sollte Erschließungsgesellschaft erreichen möchte, ist hier in der Region die Ansiedlung von energieintensiven Unternehmen zu realisieren und ich sage das eben.
00:24:45: Die Karten werden neu gemischt.
00:24:49: Hier ist auch die Thematik Rechenzentren, Batteriespeicher.
00:24:55: Aber vor allen Dingen auch neue Wertschöpfung, die noch entsteht, die wir uns vielleicht noch gar nicht ausmalen können, die aber energieintensiv sein wird.
00:25:03: Die Zielrichtungen, die für der Region erreichen möchten um uns gut aufzustellen als Schleswig-Holsteinerinnen und Schleszig-Holtsteiner für die Zukunft kurzum es nicht mehr die reine Energieproduktion, sondern der Schritt in die Veredelung dann die Hebelwirkungen daraus wirkliche Wertschöpfung hier vor Ort zu schaffen Arbeitsplätze zu generieren.
00:25:25: und wenn dann am Ende auch noch Gewerbesteuern dabei rauskommen um uns mit unseren angespannten kommunalen Haushalten dann auch zu helfen ist das nebenbei auch ein ganz positiver Effekt.
00:25:36: Sehr angespannt!
00:25:39: Und wo stehen wir da?
00:25:40: In den Jahren im Jahr Beblicken und auch auf die Westküste, auf der Energieküste blicken.
00:25:45: Wo stehen wir da in der Zeit was diese Ideen angeht?
00:25:49: Also ich glaube bei dem Punkt Rechenzentren stehen wir eigentlich und Batteriespeicher stehen wir eigentlich ganz gut dar.
00:25:56: Auch soweit ich das beurteilen kann in beiden Kreisen.
00:25:58: Da gibt es jeweils auch Entwicklungen.
00:26:01: Das kann nicht nur bestätigen.
00:26:03: Mitte twenty-seven zwanzig soll der größte Batteriespreicher Schleswig-Holsteins bei uns im Nord Fristland enthorstet fertiggestellt werden mit einhundert, vierzig Megawatt Speicherkapazität.
00:26:13: Umgerechnet soll das – das sind jetzt Herstellerangaben – fünfhunderttausend Haushalte für zwei Stunden mit Strom versorgen können.
00:26:21: Ähnliches ist natürlich in Dittmarchen auch geplant und das ist ein weiterer wichtiger Schlüsselfaktor für die Energiewende um sie eben auch Grundlastfähiger zu machen.
00:26:33: Und wenn man da mal einen Eindruck bekommen möchte, dann kann ich den Energiemonitor von Essanetz empfehlen.
00:26:39: Da kann man jeden Tag reinschauen und sieht auch eine sieben Tage Übersicht wie viel Strom aus Biomasse, PV Wind wird gerade produziert?
00:26:48: Wie ist der Bedarf?
00:26:50: Dabei kann man erkennen dass wir zumindest in Nordfriesland beinahe grundlastfähig sind.
00:26:57: Das liegt vor allen Dingen an den vielen Biogasanlagen, die kontinuierlich durchlaufen.
00:27:02: Die man vielleicht auch noch besser mit einbinden kann.
00:27:05: aber das ist etwas was uns als Region auf jeden Fall auch auszeichnet.
00:27:08: Entschuldigung für diesen kleinen Einwurf!
00:27:11: Und bei euch Torben in Dittmarchen?
00:27:13: Kannst du damit
00:27:13: halten?!
00:27:15: Natürlich kann Dittmar schon mithalten, mit ganz vielem.
00:27:19: Wir haben auch ein großes Portfolio an Anfragen und auch an Vorhaben.
00:27:26: also auch zum Beispiel beim Thema Rechtenzentren das ich ja gerade eben schon erwähnte ist es tatsächlich so dass wir da auch in der Region Heidel tatsächlich zwei konkretere Vorhabe haben die auch eine sehr ein sehr großes Volumen hätten, wenn sie dann realisiert werden.
00:27:44: Da arbeiten wir sehr hart daran dass es dann auch tatsächlich Realität wird weil das ist ja im Moment so ein bisschen das was uns vielleicht insgesamt auch so fehlt in Deutschland dass wir auch von dem ganzen Plan und Prüfen eben auch auf zu dem Baustein in der Fläche kommen Und das Gleiche betrifft eben auch Batteriespeicher.
00:28:03: Bei Batteriespeichern haben wir wirklich Dutzende Anfragen, da muss man dann gucken wie sich das nachher zu rechtfiltert.
00:28:11: Wir haben ja noch den Bau des Multiterminal-Hubs, es ist ein Vorhaben was mehr als eine Milliarde Baulvolumen inne hat und ... Was ist das?
00:28:20: Wo ist
00:28:21: das?!
00:28:21: Wer
00:28:21: ist das!
00:28:21: Das ist ein vorhaben bei Lied und bei Wörn.
00:28:28: Bei dem Multi-Terminal Hub handelt es sich im Prinzip um ein, ja so ein Mischprodukt riesiges Umspannwerk, Konverter, Verteilungssystem.
00:28:38: Das insbesondere den Offshore Strom aber eben auch den vielen Windstromen in Dittmarschen und auch in Nordfriesland verteilen soll und eben auch die Möglichkeit bieten soll dass man sich dort direkt anschließt an diesen Multi Terminal Hub mit seiner Mit seinem wirtschaftlichen Form also mit sein Batteriespeicher, mit seinen Rechenzentrum aber auch gerne mit einem anderen Gewerbe das viel Energie verbraucht.
00:29:00: Insbesondere sind es dann die Übertragungs-Netzbetreiber die daran beteiligt sind dass auch zu bauen ist ein Gemeinschaftsprojekt unter anderem Tenet und Amprion.
00:29:10: Und das ist auch noch mal ein wichtiger Punkt, den ich gerne mit einer Forderung verbinde.
00:29:16: Im Moment haben wir das Problem, dass wir Gott sei Dank viele neue ... Umspannwerke bekommen sollen in der Region, weil wir ja die Möglichkeit brauchen, dass sozusagen der Strom dann auch vor Ort umgewandelt werden kann und verteilt werden kann.
00:29:31: Also das eine ist das Einspeisen aber er soll ja auch ausgespeist werden damit dann der Batteriespeicher in Nordfriesland oder eben auch das Rechenzentrum in Dittmarchen auch betrieben werden können.
00:29:41: so und da gab es in der Vergangenheit und gibt's immer noch viel zu wenig Anschlüsse und deswegen ist jetzt auch richtig das ganz viele Umspannenwerke unterschiedlichster Größenordnung geplant und gebaut werden.
00:29:53: Und unsere Forderung und unsere Idee ist, dass darum natürlich dann so ein besonderes Gebiet entstehen soll das auch planungsrechtlich privilegiert sein müsste damit dann wiederum die Wertschöpfung um diese Umspannwerke entsteht.
00:30:11: Das beißt sich im Moment nicht mit den Umspannenwerken aber mit den vielen Flächen die Wind ja auch in Anspruch nimmt.
00:30:17: Da muss man sich einmal angucken, die Landesplanung Wind arbeitet so.
00:30:20: Die weiß Flächen aus.
00:30:21: Dort sollen die Windkraftanlagen konzentriert werden und deswegen bekommen sie dort auch Vorrang.
00:30:26: Das ist ja auch erstmal in Ordnung!
00:30:29: Aber was auch notwendig ist, dass sobald dann Windkraftanlagen stehen.
00:30:33: Dass dann diese Flächen auch doppelt und dreifach gerne genutzt werden sollen weil wir leben ja in Zeiten von Flächenkonkurrenz.
00:30:39: Und wenn dann beispielsweise ein Multi-Terminal hat mit einem Bauvolumen von mehr als einer Milliarde Euro bei uns in Dittmarschen entsteht der erste in Deutschland auch einer von ganz ganz wenigen.
00:30:49: Und gleichzeitig darum Windkraft Anlagen stehen und das bedeutet kein Gewerbe dort ansiedeln können, obwohl wir sozusagen die infrastrukturellen Voraussetzungen haben.
00:30:58: Dann ist das ein Problem und das muss sich ändern.
00:31:01: Und das ist eine zweite Forderung, die wir auch gegenüber dem Land gemeinsam auch formulieren.
00:31:06: also das Thema Repowering sprach ich gerade schon an.
00:31:09: Und dann muss es möglich sein, an solchen Knotenpunkten in ganz Schleswig-Holstein einfacher Gewerbe auszuweisen.
00:31:15: Den Batteriespeicher das Rechenzentrum und eben auch andere energieintensive Gewerbetriebe damit wir tatsächlich dazu kommen noch einfacher und schneller unsere erneuerbaren Energien eben in Wertschöpfung um zu wandeln.
00:31:28: Ich möchte dieses Gespräch mit zwei exotischen Formen der Energieerzeugung beenden.
00:31:34: Einmal nach Nordfriesland blickend.
00:31:36: Thema Wasserstoff, Florian.
00:31:37: Wir sind hier in Räusenköge auch ein pionierteres Wasserstoffs quasi.
00:31:41: und dann möchte ich mit dir Torben über Ammoniak noch einmal sprechen.
00:31:46: Florian!
00:31:48: Wasserstoff haben wir in diesem Gespräch noch nicht so sehr berücksichtigt.
00:31:52: holen uns dazu mal bitte ab wird man ganz stark gehypt dann das Gefühl da ist ein bisschen ja Litagi oder Realismus eingekehrt, wo steht es gerade um das Thema Wasserstoff hier in der Region?
00:32:04: Du hast recht.
00:32:05: Es ist sehr in den Vordergrund gekommen, das Thema Wasserstoff und vor allen Dingen ja die Umwandlung von erneuerbaren Strom im Erneuerbare Wasserstoff also wirklich grüner Wasserstoff, der nicht mit Gas hergestellt wird und damit einen ganz wichtigen Beitrag leisten kann zur Transformation unserer Wirtschaft.
00:32:27: Und hier war es lange Zeit schwer, ist heute immer noch fordernd Wirtschaftslicht yarn zusammenzubringen.
00:32:34: Das liegt teilweise auch an Netzentgelten die bezahlt werden müssen.
00:32:39: also man kann eine Windkraftanlage abriegeln Die wird entschädigt dafür, weil sie eine Strom gerade nicht einspeisen kann.
00:32:47: Weil da gar nicht gebraucht wurde.
00:32:50: aber es ist nicht möglich gewesen die Windenergieanlage weiter drehen zu lassen um damit ein Elektrileuseur als Beispiel zu betreiben.
00:32:57: und hier hat sich etwas getan in den letzten Jahren Und die Wasserstofftechnologie und vor allem die Elektrolyse nimmt gerade wieder neue Fahrt auf.
00:33:06: Wir werden jetzt auch gerade zehn neue Wasserstoffbusse hier im Kreisgebiet dann in den Einsatz bringen, aber vor allen Dingen kommt es darauf an dass die Elektrolüsse ja auch hochskaliert werden kann damit größere Mengen Wasserstoff produziert werden können, damit's dann preiswerter wird, damit eine Alternative für die Industrie ist.
00:33:27: beispielsweise die Raffinerie In Hemmingsstedt ist auf große Mengen Wasserstoff angewiesen und es wäre ideal, wenn wir das hier hinbekommen diesen erneuerbar herzustellen.
00:33:40: Das würde uns einen ganz großen Schritt voranbringen.
00:33:43: dafür braucht es aber Rahmenbedingungen engagierte Unternehmen, die das auch umsetzen können und es braucht die Infrastruktur.
00:33:53: Und dass ist dann wieder eine Forderung, die wir gemeinsam aufstellen, dass eben auch die Wasserstoffpipelines geplant worden sind jetzt aber so ein... bisschen rausgestrichen wurden, so unser Eindruck wieder hineinkommen weil wir hier wirklich Business Case dazu haben um auch diese Wasserstoff Pipelines dann zu betreiben.
00:34:14: Es geht einmal um eine Wasserstoffpipeline von Nibel nach Flensburg die ganz wichtig ist für Vorhaben die wir hier in der Region geplant haben und einmal aber das kann Torben glaube ich besser erläutern um eine zur Raffinerie
00:34:29: Genau, also da geht's um das Vorhaben von Hemmingssted nach Brunsbüttel.
00:34:34: Es gibt ja auch noch einen zweiten Teil von Bruns Büttl raus aus Dittmarchen Richtung Steinburg.
00:34:39: Da kann man dann umwandeln aber tatsächlich ist es eben so dass wir gemeinsam da auch angebunden werden müssen weil wir ja auch sozusagen die Wiege der Windkraft, aber wir sind eben auch ein Schwerpunkt der Wasserstoff-Wertschöpfung.
00:34:53: Und wir wollen das sein und tun dafür viel.
00:34:56: Gleichzeitig ist es dem Markt sehr schwierig.
00:34:58: Das sagte Florian bereits.
00:34:59: Ein anderer Aspekt ist die Frage wie teuer ist Strom vor Ort?
00:35:04: Da gibt's ja unterschiedlichste Ideen ob es dann nicht Änderungen braucht.
00:35:07: Thema Strompreiszone, die für Schleswig-Holstein und uns hier sicherlich vorteilhaft wäre zumindest was die Wertschöpfung aus dem Strom anbelangt Und wenn wir dann noch einmal tatsächlich nach Punz-Büttel kommen.
00:35:20: Möchte ich sofort mit dir, Florian?
00:35:22: Ja.
00:35:22: Vorher... Von einem halben Jahr war Friedrich Merz hier auf der Ecke, hat sich mit Wasserschauffauseinander gesetzt und die Elektrolyse angeschaut.
00:35:30: Und so hörete ich schwer angetan, begeistert davon.
00:35:34: Habt ihr also die Rückendeckung aus der Bundesregierung was diese Thematik angeht?
00:35:39: Ich glaube, das Bundeskanzler war sogar genau in der Gemeinde wo wir uns gerade befinden.
00:35:45: Ja, in der Reusenküge bei der Firma GPJUL.
00:35:50: Die auch wirklich pionierend im Bereich der Energiewende und vor allem auch der Wasserstofftechnologie ist.
00:35:56: So jetzt habe ich diplomatisch mir ein paar Sekunden erkauft um auf deine Frage zu antworten.
00:36:03: Ich würde sagen nein wir haben nicht das Gefühl hier in der Region dass Die Energiewende und die Transformation kontinuierlich weiter getrieben wird in Deutschland, in Europa.
00:36:15: Sondern... Mir kommt das Wort Gas ein klein wenig zu häufig vor in den Plänen der v.a.
00:36:23: Bundeswirtschaftsministerin, es ist richtig und wichtig und dafür stehen wir als Region auch, dass natürlich Kosten nutzen miteinander gedacht werden aber jetzt komplett die Rolle rückwärts wieder auf Gaskraftwerke dem riesen Stil jetzt das Backup bilden sollen zu schaffen.
00:36:43: also das sind riesige Investitionen die dann über etliche Jahre sich amortisieren müssen.
00:36:49: Ich glaube, das ist nicht die richtige Antwort!
00:36:51: Wir laden gerne alle Mitglieder der Bundesregierung, alle die sich informieren möchten wie den Bundeskanzler in unsere wunderschöne Region ein um einmal aufzuzeigen wie die erneuerbaren Energien miteinander eben auch wettbewerbsfähig sein können.
00:37:07: ganz spannender Fakt dazu noch wir haben die Leitungen für den Windstrom gebaut.
00:37:15: Man kann an diese Leitung auch wunderbar den PV-Strom noch mit anschließen, weil Wind und Sonne in der Regel nicht zur gleichen Zeit die Großenergiemenge produzieren.
00:37:25: Das heißt wir brauchen nicht neue Netze sondern wir können an die vorhandenen Netze schon sehr viel zusätzlichen Strom beispielsweise aus PV dann noch mit Anschließen Und wir kriegen es auch wettwerbsfähig hin.
00:37:37: aber man muss die erneuerbaren Energien auch lassen zwei Schritte zurückgegangen wird, sondern dass man sich einmal orientiert eine faire Bestandsaufnahme macht aber dann auch kontinuierlich den Schritt nach vorne macht.
00:37:54: Weil erneuerbare Energien haben wir in Deutschland fossile Energien die haben wir nicht.
00:38:00: die müssen wir importieren.
00:38:01: die Wirtschaft von findet woanders statt und was das fürs Klima bedeutet das müssen wir glaube ich heutzutage im Jahr gerne hier bei uns in der Region informieren.
00:38:14: Wir würden uns wirklich ein bisschen mehr Rückendeckung wünschen für die Energiewende in Deutschland, hier in der Region – das ist geht!
00:38:22: Das hat die Region in den letzten Jahrzehnten gezeigt und das möchten wir gerne weiterentwickeln.
00:38:27: Wie
00:38:27: sieht das Dittmarschen beziehungsweise Brunsbüttel?
00:38:29: Bruns Büttl importiert ja letztendlich auch viele von den angesprochenen Energiequellen.
00:38:35: Beschreib mal bitte abschließend, Tom was ist in Bruns Büttel los und was kommt da ins Land rein?
00:38:41: Was wird dort produziert?
00:38:43: Ist ja für viele spannend!
00:38:44: Ich komme aus Husum.
00:38:45: Bruns büttelt es für mich weit weg.
00:38:46: ich kenne mich da ganz wenig aus.
00:38:48: Erzähl mal was gibt's da unten alles
00:38:51: Da gibt es erstmal eine ganze Menge.
00:38:54: Vor allem gibt's ja eben auch Windkraftanlagen, die repowert werden sollten.
00:38:57: aus meiner und auch aus der Sicht der Region das hatte ich ja vorhin schon gesagt und Florian sagt ja auch gerade eben ein ganz wichtiges Stichwort viel mehr machen lassen.
00:39:07: du hast jetzt auch erneuerbare Energien bezogen.
00:39:10: Man kann das eben beim Thema Wasserstoff auch nochmal sozusagen zitieren, weil das bei dem Thema Wasserstoff aus meiner Sicht eben auch einer der großen Hemmschuhe ist.
00:39:20: In dem Sinne dass auch das Thema Wasser-Stoffproduktion ja sehr stark reguliert ist und das glaube ich hat dazu geführt, dass eben dieser Schub der Mal Auch hier insbesondere in der Westküste durch die Region ging, dass er erst mal abgewirkt wurde.
00:39:35: So und jetzt sind wir dabei den Motor wieder zum Laufen zu bringen.
00:39:38: In Brunsbüttel ist es so, dass wir tatsächlich einen Ammoniak in Import- und Export Terminal haben.
00:39:46: also das ist schonmal so der Beginn der Fähigkeit über Ammoniak auch Wasserstoff zu importieren und aber auch zu exportieren, je nachdem wie sich die Marktlage so entwickelt.
00:39:58: Und nicht nur das wir haben ja auch den Bau im Moment eines Noch Gas LNG Import Terminus, das böse Wort Gas verwende ich jetzt selber mal.
00:40:09: Wobei man auch sagen muss also zumindest vorerst werden wir ja Gas auch weiterhin brauchen.
00:40:13: Also große Teile der deutschen Wärmeversorgung laufen über Gas.
00:40:17: Wir sind auch in der Energieproduktion sozusagen in der Grundlast ja auch noch von Gas zumindest teilweise abhängig Und insofern leistet da die Westküste, leistete Bruns-Buddel auch einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgungssicherheit.
00:40:32: Das Gute ist, dass aber nicht nur an Gas gedacht wurde als man darüber sprach eben dieses Importterminal zu bauen – das war ja auch noch unter Habeck und dem Eindruck des russischen völkerrechtswidrigen Angriffsauti-Ukraine.
00:40:50: Da startete man dann damit zu sagen okay wir müssen das Verfahren beschleunigen Und wir müssen LNG Import Terminals bauen, nicht weil wir Gas so toll finden sondern weil wir sicherstellen müssen dass wir im Winter auch noch irgendwie heizen können.
00:41:05: So und gleichzeitig hat man da eben genau in die Zukunft gedacht wie wir hier vor Augen haben nämlich das dieser Import Terminal dann auch wasserstofffähig sein soll und nicht nur der Terminal sondern beispielsweise die riesigen Lagerkapazitäten die da ja geschaffen werden insbesondere dadurch bemerkbar gemacht, dass man die Terminals oder die Silos, die dort gebaut werden.
00:41:32: Die muss man auf viel stärkere Fundamente jetzt schon stellen in Hinblick darauf das später dort auf Wasserstoff gelagert wird weil der viel schwerer ist als das Gas.
00:41:41: und dann gibt es eben auch noch weitere Projekte.
00:41:43: da arbeiten wir auch sehr eng mit Steinburg zusammen und Brunsbüttel und Büttel.
00:41:47: Das ist so eine Region, als Keimzelle auch noch mal sehen und dann eben auch als Ergänzung zu den Stärkezentren, die hier auch insbesondere in Nordfriesland liegen.
00:41:58: Und dann hoffen wir dass mit der vielleicht auch mal weniger Regulaturik von der EU und auch vom Bundesebenen im Bereich Wasserstoff dann sozusagen die Zündung dann erfolgt und das Thema Wasserstoff zum echten wirtschaftlichen Erfolg führt.
00:42:13: Also ich nehme aus dem Gespräch mit möglicherweise ein, zwei unterschiedliche Vorzeichen gibt.
00:42:19: Ditmarschen und Nordfriesland gehen auch was erneuerbare Energien angeht teilweise um ganz häufig Hand in Hand was gewisse Projekte angeht.
00:42:27: und ich glaube gemeinsam ist man nur stark hier oben oder?
00:42:30: Ja, auf jeden Fall.
00:42:31: Also ich glaube wir werden diese Art von Wertschöpfungskette die wenn man niemals allein hinbekommt das bekommt uns Büttel nicht alleine in die Brochenbüttel das bekommt Dittmarsch nicht alleine
00:42:42: hin.
00:42:43: Das schaffen nicht mal Nordfriesland und Dittmarchen zusammen?
00:42:46: Auf gar keinen fall!
00:42:46: Wir müssen noch größer denken.
00:42:48: Wir sind ja im internationalen Wettbewerb und wir konkurrieren mit mega Metropolregionen in China oder eben auch mit den Regionen an der Westküste USA, die mit Billionen von Dollar ausgestattet sind.
00:43:03: Da sind ja Milliarden schon zu kleine Größenordnungen und insofern auch bevölkerungstechnisch wenn wir uns da auf jeden Fall unterhaken müssen und das tun wir auch.
00:43:15: In der Energieküste alle vier Kreise der Westküste, Pinnenberg, Steinburg, Dittmarchen und Nordfriesland.
00:43:22: dafür wurden schon Voraussetzungen geschaffen aber dass würde alles nichts bringen wenn unsere Deiche nicht richtig geschützt sind beispielsweise.
00:43:30: Und darum soll es unter anderem in unserer nächsten Folge gehen, nämlich der Küstenschutz und der Katastrophenschutz.
00:43:36: Ich bedanke mich jetzt einmal für diese Eindrücke von euch beiden in Sachen Energiewende, in Sachen erneuerbarer Energien und aktueller Stand Nordvolt.
00:43:44: und in unserer nächste Folge geht es dann darum wie unsere schöne Region am besten geschützten werden kann auch im Bezug auf den anstehenden und bereits stattfindenden Klimawandel.
00:43:56: Also vielen Dank an Florian Lorenzen, vielen dank an Thorben Schütt.
00:43:59: Das war Zwischen Deich und Dünen in Reusenköge im schönen Nordfriesland wo die Wiegel der erneuerbaren Energie legt.
00:44:07: Vielen Dank an euch zwei!
00:44:08: Vielen Dank Torre!
00:44:09: Danke sehr!
Neuer Kommentar